SYSTEMS 2008 - Umfrage

SYSTEMS 2008 - Umfrage zur Wirtschaftsmediation

Auf der im Oktober 2008 stattgefundenen SYSTEMS, der Entscheidermesse für IT, Media und Communikations in München, wurde von Wirtschaftsmediatorin Regine Fischer eine Blitzumfrage zum Thema Mediation bzw. Wirtschaftsmediation durchgeführt.


Ziele der Umfrage:


 

Wie bekannt ist Mediation bzw. Wirtschaftsmediation derzeit, insbesondere aus dem Blickwinkel der IT-Branche und Ihrer Nutzer?
Welche Argumente sprechen für eine Mediation/ Wirtschaftsmediation?
Kann sich der/die Befragte eine Mediation/ Wirtschaftsmediation vorstellen?


An der Blitzumfrage nahmen 38 Personen teil. Davon waren 29 % weiblich und 71% männlich. Unter den Befragten waren 18 % Aussteller und 82 % Besucher der Messe. Während der Umfrage wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen geteilt. In eine Gruppe, die Mediation/ Wirtschaftsmediation kennt, die "Kennergruppe" b (b=bekannt) und in die "Nichtkennergruppe nb" (nb= nicht bekannt).



Fragen zur Mediation/ Wirtschaftsmediation:



Wie in obiger Grafik dargestellt, gaben 21 % der Befragten an, schon von Mediation/ Wirtschaftsmediation gehört zu haben. Von diesen 21% (8 Personen), kannten 5 Personen Mediation und 3 Wirtschafts- mediation. 2 Personen haben in Fachzeitschriften von Wirtschaftsmediation gelesen, eine Person hatte eine Wirtschaftsmediation im Unternehmen, als nicht im Verfahren stehende Person "mitverfolgt" und war von den Ergebnis "überzeugt." *



Haben Sie an einer Mediation/ Wirtschaftsmediation teilgenommen oder haben Sie eine veranlasst?

Nein
, gaben 100%, also alle Befragten an!



Frage an die "Kennergruppe" (Gruppe b)



Die obige Frage wurde an die Personengruppe (Gruppe b) gestellt, die Mediation/ Wirtschaftsmediation kennt. Die Antworten zu dieser Frage wurden gewichtet. Es sollten 3 Argumente angegeben werden, das Wichtigste mit 3 Punkten, usw.
* Die Person mit "Unternehmenserfahrung" bezüglich einer Wirtschaftsmediation stellte das Argumente der Mitarbeitermotivation mit 3 Punkten in den Vordergrund, mit 2 Punkten die Zielerreichung und mit einem Punkt die Imageerhaltung.



Fragen an die "Nichtkennergruppe" (Gruppe nb):

Wollen Sie erklärt haben, um was es sich dabei handelt?

Ja, 97% der Befragten wollten nähere Informationen.
Nach einer Kurzinformationen über Mediation in der Wirtschaft und Arbeitswelt (Wirtschaftsmediation) folgten weitere Fragen.





Auch hier wurden die Antworten gewichtet. Es sollten 3 Argumente angegeben werden, das Wichtigste mit 3 Punkten, usw..



Diese Frage wurde allen Beteiligten gestellt:



Von der Personengruppe die mit "ja" geantwortet hat, wurde noch folgendes mitgeteilt:
je ein mal:
- bei essentiellen Problemen
- fallbezogen


In der Personengruppe die mit "nein" geantwortet hat, wurde zusätzlich noch folgendes mitgeteilt:
je ein mal:
- der Chef soll das Problem lösen
- es gibt einen Betriebspsychologen, der sich um solche Fälle "kümmert"
- ich bin ein Dickkopf, bei mir ist das zwecklos
- der rechtliche Weg ist mit lieber
vier mal:
- ich löse das Problem selbst



Kommentar zur Umfrage:

Das Ziel der Umfrage war, zum einen zu erfahren wie bekannt Mediation bzw. Wirtschaftsmediation derzeit ist und dies insbesondere aus dem Blickwinkel der IT-Branche und Ihrer Nutzer.
Der Bekanntheitsgrad von Mediation und insbesondere von Wirtschaftsmediation im IT- und IT-Nutzerbereiche ist mit 21% noch relativ gering. Von 8 Befragten hatten 5 von Mediation und 3 von Wirtschaftsmediation gehört, was bedeutet dass Mediation im Familienbereich bekannter ist, als Mediation in der Wirtschaft und Arbeitswelt. Diese Erkenntnis spiegelt auch die Entwicklung der Mediation in Deutschland wieder, da Mediation im Familienbereich 1988/89 seinen Einzug fand und 1996 der "Bundesverband für Mediation in der Wirtschaft und Arbeitswelt" gegründet wurde, der seine Hauptaufgabe in der Verbreitung der Idee der Mediation im Wirtschaftsbereich sieht.

Das zweite Anliegen der Umfrage war, zu erfahren welche Argumente für eine Mediation/ Wirschaftsmediation sprechen.
Bei der Frage nach den Argumenten für eine Mediation/ Wirtschaftsmediation waren es bei der "Kennergruppe b" mit knappen 40% die gesparten Kosten, gefolgt von der zeitnahen Einsetz- und Durchführbarkeit mit ca. 26%.
Bei der "Nichtkennergrupe nb" waren es mit knappen 29% auch die gesparen Kosten, an zweiter Stelle wurden allerdings die optimierten Geschäftsbedingungen und das erhaltene Image mit je 20% genannt, an vierter Stelle mit ca. 18% die zeitnahe Einsetz- und Durchführbarkeit.
D.h., dass für die Teilnehmer an der Umfrage die gesparten Kosten als Hauptargument für eine Mediation/Wirtschaftsmediation werten.

Die Frage danach, ob sich die Befragten vorstellen könnten an einer Wirtschaftsmediation mitzuwirken oder eine zu veranlassen, wurde mit 27% bejaht und mit knappen 41% mit evtl. beantwortet. Näheres dazu im Fazit.



FAZIT- Umfrage Mediation/ Wirtschaftsmediation:

Der Bekanntheitsgrad in der IT-Branche und -Nutzerbereich ist mit 21% noch relativ gering und die Teilnahmewahrscheinlichkeit bei einer Mediation/ Wirtschaftsmediation mit einer 27%igen Bejahung und einer evtl.-Angabe von 41% relativ hoch.

Beide Aussagen deuten darauf hin, dass einerseits ein starker Informationsbedarf und andererseits ein Erfahrungsdefizit zu diesem Thema besteht, zumal nur eine(r) der Befragten eine Mediation im Unternehmen "miterlebt" und keiner eigene Erfahrungen gesammelt hat.

Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig an der Informationsverbreitung und Erfahrungsweitergabe zum Thema "Wirtschaftsmediation" zu arbeiten, um bei der Entscheidungsfindung: "Mache ich bei einer Mediation mit?", vorbereitet zu sein.





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