Konfliktkostenstudie KPMG

Konflikte in Unternehmen verursachen hohe Kosten!


Konflikte im Unternehmen kosten nicht nur Nerven, sondern auch Arbeitszeit und Geld. Wie hoch diese Reibungsverluste sind, lässt sich oft nur schwer beziffern.

Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG hat dazu im Jahr 2009 eine repräsentative Studie durchgeführt. 111 Industrieunternehmen mit 100 bis 50 000 Mitarbeitern nahmen daran teil.


DIE BASIS:
In der KPMG-Studie wurde der Einsatz von Ressourcen gemessen, vor allem der Einsatz von Arbeitszeit. Als Konflikt wurde eine Abweichung oder Gefährdung bei der Umsetzung von Plänen zur Erreichung wirtschaftlicher Ziele eines Unternehmens definiert. Mit diesem Verständnis von Konfliktkosten wurde ein Konfliktkostenmodell mit den drei Dimensionen Person, Team und Organisation und neun Konfliktkostenkategorien erstellt, das alle wesentlichen Punkte einer effizienten Zusammenarbeit von Menschen in Unternehmen erfasst.


DAS ZIEL:
Kostenkosten möglichst realitätsnah und unternehmensspezifisch abzubilden.


DAS ERGEBNIS:
Wo immer die Kosten von Konflikten konkret beziffert werden konnten, lagen sie in hohen Kostenklassen!
Die Studie besagt, dass Konflikte zwischen Arbeitnehmern dazu führen, dass gemeinsame Projekte mangelhaft bearbeitet oder verschleppt werden. Der dadurch entstehende Projektausfall verursacht in jedem zweiten Unternehmen Kosten von jährlich mindestens 50.000 Euro. Dazu kommt, dass Mitarbeiter oft auf Grund der schwierigen Situation in ihrem Betrieb krank werden. Hier zeigte die Studie: Bereits in Betrieben mit weniger als 1.000 Mitarbeitern steigen die Konfliktkosten wegen Ausfall der Mitarbeiter auf bis zu 500.000 Euro. Derart hohe Belastungen wurden in jedem zehnten Unternehmen festgestellt. Auch durch entgangene Aufträge und unbesetzte Stellen entstehen signifikant hohe Kosten.


WAS TUN?
Der Weg zur Senkung der Konfliktkosten führt über eine Reihe von übersichtlichen Arbeitsschritten. Während das Controlling den Beginn mit der Erfassung und Aufstellung der Kosten macht, sind für die nächsten Schritte Organisations-, Entwicklungsberater und Mediatoren gefordert.

Die nachhaltige Senkung der Konfliktkosten kann über verschiedene Wege erfolgen:
- Konfliktcoaching für nur eine Streitpartei,
- Mediation für beide oder mehrere Seiten,
- strukturelle Veränderungen zur Vermeidung künftiger Konflikte,
- aktiv initiierte Entwicklungsprozesse in der Folge größerer Konflikte
- bis hin zum Aufbau eines innerbetrieblichen Konfliktmanagementsystems.

Die Behandlung der aktuellen Konflikte liegt stets obenauf!


DAS FAZIT:
Die Feststellung der Konfliktkosten in Unternehmen ist ein wichtiger Anfang. Für sich genommen ist sie noch keine Veränderung, sondern ein Anstoß dazu, Konflikte als Frühwarnsystem zu erkennen!





Quelle und weitere Informationen unter:
Konfliktkostenstudie 2009, KPMG AG/ http://www.kpmg.de/Presse/14276.htm (stand: 01.12.2010)




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